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15. bis 18. Jahrhundert                                                         
1369 erste Erwähnung der "Püxen Schützen zu Reichenhall" als bürgerliche Schützenkompanie.
1492 In ganz Oberbayern finden Musterungen der zur Landesverteidigung
        tauglichen wehrfähigen Männer statt. So liegen in den Archiven zahlreich
        Musterungslisten, z.B. aus den Landgerichten Aibling, Auerburg und
        Wolfratshausen, aus den Klostergerichten Benediktbeuern und Tegernsee
        oder aus der Hofmark Hohenburg und dem "Falkensteiner Gericht"
1525 Aufständische Schwazer Erzknappen suchen über das Werdenfelser Land
        und über das Benediktbeurer und Ettaler Klostergebiet die Verbindung
        mit den rebellischen schwäbischen Bauern. Zur Abwehr der von diesen
        aufrührerischen Schwazer Bergknappen befürchteten Gefahr und zum Schutz
        der Grenze gegen Tirol stellt der Abt von Benediktbeuern eine eigene
        Wachmannschaft auf.
1600 Herzog Maximilian setzt seine schon seit 1595 betriebenen Pläne zur
        Erneuerung der Landesdefension mit einer allgemeinen Landmusterung
        konsequent um.
1632 Schwedische Truppen dringen weit ins Oberland vor. Klöster werden
        geplündert, Dörfer und Märkte gebrandschatzt. Nach anfänglichen
        Rückschlägen gelingt es den gemeinsamen Aufgeboten der Gebirgs-
        schützen des Oberlands, die feindlichen Truppen zu vertreiben und im
        Westen entlang der Loisach und der Isar eine Verteidigungslinie aufzubauen.
        In den folgenden Jahren bis 1648 müssen sich die Gebirgsschützen
        wiederholt bewähren im Tegernseer Raum, an der Loisachlinie vom
        Kochelsee bis Beuerberg, im Isarwinkel, im Inntal und in den Orten von
        Aibling und Rosenheim bis nach Kiefersfelden.
1642 Ein 2300 Mann starkes Miesbacher Schützenregiment wird aufgestellt.
1702 Die Klöster Benediktbeuern und Tegernsee reorganisieren im Rahmen
        des allgemeinen Landes-Defesionswesens ihre Mannschaften zum Schutz
        ihrer Grenzen zu Tirol hin.
1703/1704 Die Mannschaften aus der Grafschaft Werdenfels, aus den Kloster-
        landen von Benediktbeuern und Tegernsee, aus den Herrschaften
        Hohenwaldeck und Hohenaschau sowie aus den Landgerichten Auerburg,
        Marquartstein, Reichenhall, Tölz und Traunstein bewähren sich im Abwehr-
        kampf gegen Angriffe aus Tirol als Schützer der engeren Heimat im Gebirge.
1704 Bayern wird unter kaiserlich-österreichische Administration gestellt. Die
        bayerische Bevölkerung muß furchtbar leiden unter einer rigorosen
        wirtschaftlichen Ausbeutung, der Einquartierung von rücksichtslosen
        Besatzungssoldaten und Zwangsaushebungen von Rekruten für das
         österreichisch-kaiserliche Militär.
1705 Die drückenden Lasten der Fremdherrschaft treiben die Bayern
        landesweit in den Aufstand. Diese Volkserhebung wird in Oberbayern
        getragen von der Organisation der Landesdefension, der Vorläufer-
        formation der Gebirgsschützen. In der sogenannten Sendlinger
        Mordweihnacht bricht dieser Aufstand in einer bitteren Niederlage
        zusammen. Sie fordert mit 1031 registrierten Gefallenen den höchsten
        Blutzoll in der langen Geschichte der Gebirgsschützen.
1742 Die Isarwinkler Schützen vertreiben die berüchtigten Trenck’schen Panduren.
1791 In Reichenhall und in Traunstein wird ein eigenes "Salinencorps" aufgestellt.

19. Jahrhundert
1805 Die "Organisation eines Corps baierischer Gebirgsschützen" zum Schutz der
       bayerischen Südgrenze wird aufgebaut. Schon nach drei Monaten wird das
       Corps aber wieder aufgelöst, weil sich die Gefahrenlage an der bayerischen
       Südgrenze entschärft hat.
1809 Die Bewohner des in das Königreich Bayern eingegliederten Landes Tirol
       erheben sich unter dem Kommando von Andreas Hofer gegen die
       bayerische Verwaltung. Ein nicht unwesentlicher Teil der dafür aufgebotenen
       Schützenkompanien unternimmt unter dem Befehl des Schützenmajors
       Teimer zusammem mit Einheiten des österreichischen Militärs ausgedehnte
       Streifzüge nach Bayern, um dort Kontributionen einzutreiben. Raub und
       Erpressung kennzeichneten ihren Weg. Besonders schwer betroffen durch
       Plünderung und Demolierung war z. B. das königliche Gut Schwaiganger bei
       Murnau. Die Ausfälle der Tiroler erfolgen entlang der gesamten bayerisch-
       tirolischen Grenze vom Steinpaß bei Mellek und Schneizelreuth bis zum
       Graswangtal im Ammergau.
1809 Nach dem Muster von 1805 wird ein Gebirgsschützenkorps wieder-
       errichtet. Dieses Corps ist die dringend notwendige Antwort auf die im
       April 1809 von Tirol begonnenen und systematisch fortgeführten Grenz-
       übergriffe gegen die bayerische Zivilbevölkerung. Die Gebirgsschützen
       unter dem Oberbefehl von Graf Arco behaupten sich in heftigen Kämpfen
       bei Lenggries, ganz besonders auf dem Schelmbichel bei Kochel und bei
       Spatzenhausen/Murnau sowie am Steinpaß.
1813 Erneut stehen die Gebirgsschützen Wache im bayerisch-tirolischen Grenzgebiet.
1829 König Ludwig I. besucht Tölz. 500 Gebirgsschützen aus Wackersberg,
       Lenggries und Gaißach stehen den Markt hinauf Spalier
1835 Einweihung der König Otto Kapelle bei Kiefersfelden. Zwei Kompanien
       aus Schliersee und aus dem Leitzachtal melden sich dazu freiwillig zum
       Paradedienst.
1835 Die Gebirgsschützenkompanien von Gaißach, Lenggries und Wackersberg
       erregen großes Aufsehen beim Festzug anläßlich der Silberhochzeit von
       König Ludwig I. und des 25 -jährigen Oktoberfestjubiläums.
1842 Die Gebirgsschützenkompanien von Lenggries, Wackersberg und
       Reichenhall nehmen aus Anlaß der Vermählung des Kronprinzen
       Maximilian am sogenannten Brautzug teil.
1848 Erlaß der "Gebirgsschützenordnung von Oberbayern"
1866 Erlaß einer "Technischen Instruktion für die Organisation der
       Gebirgs-Schützen"
1869 Auflösung der Gebirgsschützen als staatliche Organisation
1870 Einige Kompanien, wie die von Benediktbeuern, Gaißach, Gmünd,
       Lenggries, Schliersee und Wackersberg, bestehen als privatrechtliche
       Vereinigungen weiter.
20. Jahrhundert
1900 Errichtung des Schmied-von-Kochel-Denkmals in Kochel in Anwesenheit
       der damals noch existenten Gebirgsschützenkompanien von Benediktbeuern,
       Gmund, Gaißach, Lenggries und Wackersberg.
1905 Errichtung des Oberländer Denkmals in Waakirchen ebenfalls in
       Anwesenheit der vorgenannten "alten" Kompanien.
1911 Errichtung eines weiteren Oberländer-Denkmals in Neukirchen, in der
       Vorhalle der Neukirchner Pfarrkirche
1919 Kronprinz Rupprecht stiftet die Landesschützenfahne
1920 Weihe der Landesschützenfahne in Tegernsee
1949 Tag des Alpenländischen Volkstums in Rottach-Egern als 1. Treffen der
       historischen Gebirgsschützenkompanien nach dem 2. Weltkrieg
1951 Gründung des Bundes der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien in
       Reichersbeuern
1951 Die Landesschützenfahne wird Bundesfahne
1953 Errichtung der "Kiem-Pauli-Stiftung der Bayerischen Gebirgsschützen"
1975 Proklamation der "Alpenregion der Schützen" in Innsbruck durch den
       Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien, den Bund der Tiroler
       Schützenkompanien und den Südtiroler Schützenbund".
       Zusammengestellt von Martin Haberfellner (2003)
21. Jahrhundert
05.03.2001 Beginn des Internet-Auftrittes des
“ Bund der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien”
Chronik Historie
 
http://www.gsk-raubling.de
Oberer Wasen Raubling e.V.
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